Angehende Rettungsassistenten bildeten sich in Hirzenhain fort
Nach der theoretischen Ausbildung zum Rettungsassistent, in der man viel über die Anatomie und Krankheitslehre lernt, folgt ein praktisches Jahr um das gelernte auch im Einsatzgeschehen umsetzten zu können.
Im DRK Kreisverband Gelnhausen findet für die Auszubildenden jeden Monat eine Fortbildung statt, in der sie ihre Kenntnisse in der Theorie festigen und spezifische Arbeitsmethoden neu hinzulernen.
Zum Berufsbild des Rettungsassistent gehört auch immer ein organisatorisches Talent, gerade an Einsatzstellen an den auch Kräfte anderer Hilfsorganisation, z.B. der Feuerwehr beteiligt sind ist es wichtig das alle Hilfskräfte eng zusammen arbeiten. Dies ist nur möglich, wenn beide Seiten wissen, welche Arbeiten an solchen Einsatzstellen anfallen und was es bedeutet, diese auszuführen.
Zusammenarbeit mit Dritten war daher das Thema der Fortbildung, welche die 10 Rettungsassistenten im Anerkennungsjahr des DRK Gelnhausen in der vergangenen Woche bei der Feuerwehr Hirzenhain absolvierten.
Von den Referenten Denise Herchenröder und Klaus Henke wurden am Vormittag Themen wie Führung im Rettungsdienst und Gefahren an der Einsatzstelle behandelt. Vor der Mittagspause wurde noch erläutert wie die Feuerwehr im Einsatz arbeitet, welche Führungsstrukturen es gibt und versucht zu verdeutlichen, dass gerade diese beiden Organisationen eigentlich sehr viele Gemeinsamkeiten in der Vorgehensweise haben.
Direkt nach der Mittagspause begann Kurt Redling mit der Ausbildung im praktischen Umgang mit dem Feuerlöscher. Diese werden zwar auf jedem Rettungswagen mitgeführt, jedoch findet eine Unterweisung mit dem Umgang kaum statt.
Gegen 14 Uhr stand dann das Hauptthema des Tages auf dem Programm, die technische Unfallrettung.
Durch die Ausbilder Feuerwehr Markus Stiebeling und Sascha Zeidl wurde den Teilnehmern erklärt, welche technischen Geräte notwenig sind und für was man diese einsetzt. Auch das genaue Vorgehen, wie die Bereitstellung der Geräte, die
Einsatzstellenaufteilung oder die Befreiung wurden vor Beginn der Ausbildungseinheit nochmals ausführlich erläutert.
Nun sollte praktisch gezeigt werden welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt eingeklemmte Personen aus einem Fahrzeug zu befreien. Dies geschah jedoch nicht, wie gewohnt durch die Feuerwehrleute, sondern unter der fachkundigen Anleitung der Ausbilder, durch die Rettungsdienstler selbst. So sollte auch einmal eindrucksvoll gezeigt werden, welche körperliche Belastung bei einer Unfallrettung für Feuerwehrleute auftritt.
In einem Abschlussgespräch gegen 16 Uhr wurde der Fortbildungstag von allen Seiten als durchweg positiv beurteilt und eine erneute Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen.
Bedanken möchte sich die Feuerwehr Hirzenhain und das DRK Gelnhausen beim Autohaus und Abschleppunternehmen Schottenring in Nidda für die Bereitstellung eines Unfallwagens sowie bei der Firma Kurt Redling Feuerlöscher aus Eckartsborn für die eindrucksvolle Unterweisung im Umgang mit Feuerlöschern.