Zeidl: Stand der Ausbildung und Ausrüstung nahezu optimal
Eine Ernennung zum Ehrenmitglied sowie Ehrungen langjähriger Mitglieder nahm Peter Kolb, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Hirzenhain, während der Hauptversammlung vor. Er verwies in seinem Jahresrückblick auf eine relativ stabile Mitgliederzahl von 305. Neben der Organisation traditioneller Veranstaltungen wurden auch erfolgreich neue Wege beschritten.
Bei der Ausrichtung eines Open-Air-Konzerts für die jüngere
Generation sowie einer Postkartenausstellung in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Geschichtskreises Gedern war eine erfreulich große Besucherresonanz zu verzeichnen. Kolb zeigte sich "überrascht und stolz" über die vielen helfenden Hände, die ihm dabei stets angeboten wurden. Ebenso stolz sei er auf Einsatzstärke, Einsatzbereitschaft und Ausbildungsstand der Aktivabteilung, die sich "mit den großen Feuerwehren im Wetteraukreis messen" lassen könne. Als "Aushängeschilder und Botschafter" für den Verein und die Gemeinde bezeichnete er die Jugendwehr und das Musikcorps.
Für die Unterabteilungen Jugend, Musik sowie Alters- und Ehrenabteilungen wurden Budgets zur selbstständigen Verfügung eingerichtet. In diesem Zusammenhang betonte Kolb, dass der Verein zur Unterhaltung und Ausstattung des Gerätehauses und Unterstützung der Wehr einen Betrag von 3450 Euro investiert habe, was 86 Prozent der Mitgliedsbeiträge des Vereins entspreche und somit eine Kostenersparnis für die Kommune darstelle.
Wehrführer Sascha Zeidl sparte in seinem Bericht über die Einsatzabteilung weder mit Lob noch mit Kritik an den 32 Aktiven, darunter fünf Frauen. Zwar sei die Beteiligung an den 27 Übungen mit durchschnittlich 14 Teilnehmern noch im Rahmen, als "demotivierend" bezeichnete er jedoch die Tatsache, dass Kameraden oft unentschuldigt fehlten. Zum diesem Thema wurde auch eine außerordentliche Sitzung anberaumt, was eine merkliche Steigerung der Übungsbeteiligung nach sich zog.
Zu 28 Einsätzen wurde die Wehr gerufen, darunter neun Brände und 18 technische Hilfeleistungen. Die Bereitschaft der Abteilung, sich ständig weiterzubilden, zeige sich an den 23 Lehrgangs- und Seminarplätzen, die in Anspruch genommen wurden. Den Stand der Ausbildung und der Ausrüstung an Material und Fahrzeugen bezeichnete er als "nahezu optimal". Als "sehr positiv" seien auch die gemeinsamen Aktivitäten mit der Wehr aus Merkenfritz zu bewerten, die für das laufende Jahr auch mit Glashütten vorgesehen sind. Das Thema einer möglichen zukünftigen Zusammenlegung dieser drei Einsatzabteilungen griffen im Laufe des Abends auch die Erste Beigeordnete Monika Schermuly sowie Gemeindebrandinspektor Dieter Krapp auf.
Als Leiter der Musikabteilung beklagte Berthold Kaiser die schlechte Ausgangssituation von nur 23 Musikern zum Jahresbeginn in den Reihen des Musikcorps, dem insgesamt nur noch 27 Mitglieder angehören. Die 19 Auftritte bestritt man erfolgreich, konnte jedoch in den Proben keine befriedigende Arbeit leisten. Auf Grund der eingeschränkten Spielfähigkeit appellierte Kaiser an die Musiker, verstärkt an der Ausbildung von Jugendlichen mitzuwirken, was letztlich den Fortbestand des traditionsreichen Musikcorps sichern könne.
Jugendfeuerwehrwartin Yvonne Bönsel berichtete über 142 Stunden Jugendarbeit mit derzeit sieben Jugendlichen. Die Jugendwehr traf sich einmal wöchentlich zu Unterricht, Praxisübungen und allgemeiner Jugendarbeit. Daneben bestritt sie zahlreiche Aktivitäten, wobei Yvonne Bönsel besonders den Kreisjugendfeuerwehrtag der Gemeinde und das "Spiel ohne Grenzen", zu dem man 14 Mannschaften begrüßen konnte, hervorhob. Wie zuvor Wehrführer Zeidl betonte Jugendwartin Bönsel die gute Zusammenarbeit mit Merkenfritz, die auch weiterhin geplant sei.
Rechner Claus Nagel verschaffte den Anwesenden mit seinem Jahresbericht einen Überblick über die Finanzlage. Im weiteren Verlauf wurden Heinrich Krieg und Peter Pittner zu neuen Kassenprüfern sowie Jürgen Faust als deren Vertreter bestimmt. Ihre Berufung zu stellvertretenden Jugendwarten erhielten Andrea Czasch, Thomas Göbel, Tobias Hensel und Sebastian Stiebeling.
Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte Peter Kolb Stefan Erlenmaier, Jürgen Faust und Claus Nagel. Danach würdigte er die besonderen Verdienste Walter Loserts um die Hirzenhainer Wehr und ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Nicht anwesend waren Marcus Domes, Eberhard Schmidt, Karin Schmidt und Klaus-Gero Treyde, die auf 25 Jahre zurückblicken, sowie Manfred Hinke, der auf 40 und Walter Merboth, der gar auf 60 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Hirzenhain verweisen kann.