Neue Konzeption gemeinsam erarbeiten
Gemeinsame Hauptversammlung der Hirzenhainer Ortsteilwehren - Übungsbeteiligung wieder zufriedenstellend
Seit knapp einem Jahr ist Dieter Krapp als Gemeindebrandinspektor (GBI) in Hirzenhain im Amt. Erst im zweiten Anlauf hatten die Einsatzkräfte ihn damals gewählt. Krapp erinnerte in seinem ersten Jahresbericht während der gemeinsamen Hauptversammlung aller Ortsteilwehren an die im Vorfeld der Wahl stattgefundenen Gespräche mit den Gruppen-, Zug- und Wehrführern. Dabei sei man sich einig gewesen, unter der neuen Führung neue Wege gehen zu wollen. Krapp fasste in seinem Bericht als positives Resümee zusammen, dass in diesen elf Monaten die Verantwortung für die Fachgebiete Atemschutz, Alarmpläne, Lehrgänge und das EDV-Programm delegiert werden konnten. In seinem kurzen Ausblick in die Zukunft unterstrich der Gemeindebrandinspektor die Notwendigkeit einer neuer Konzeption für die Einsatzkräfte der Ortsteilwehren, versprach aber gleichzeitig, dass daran alle gemeinsam arbeiten und keine Entscheidungen auf Beeinflussung "von außen" fallen werden.
Zuvor hatte Krapp von der Stärke der Einsatzabteilungen, den Ausbildungs- und Dienstveranstaltungen und den Lehrgangsbesuchen berichtet. "Nach rückläufigen bis mangelhaften Übungsbesuchen brachten außerordentliche Sitzungen und Gespräche nun wieder zufriedenstellende Ergebnisse", bewertete er die aktuelle Übungsbeteiligung. 13 Brandeinsätze, 34 Hilfeleistungen, drei Fehlalarmierungen und zwei Brandsicherheitsdienste erbrachten 641 Einsatzstunden, wobei der Schwerpunkt mit dem Orkan Kyrill zusammenhing. Den Zustand der Geräte und Ausrüstungen bezeichnete Krapp als gut. Dazu beigetragen habe vor allem die Neuanschaffung von Atemschutzgeräten. Er bedankte sich bei den Fördervereinen, die sich finanziell ebenso beteiligt hatten wie die Gemeinde Hirzenhain.
Gemeindejugendfeuerwehrwart Klaus Henke sieht dank der Möglichkeit, eine neue Kinderabteilung zu gründen, die Chance, den gesunkenen Mitgliederbestand der Jugendabteilung wieder ins Lot zu bringen. Er betonte, dass der Mitgliederrückgang im vergangenen Jahr nicht an mangelnder Jugendarbeit (310 Stunden) liegen könne. Lediglich in Glashütten sei diese verbesserungswürdig. Enttäuscht zeigte er sich darüber, dass die Bürger das Einsammeln der Weihnachtsbäume kaum noch mit Spenden belohnten.
Kreisbrandmeisterin Ulrike Schneider freute sich, dass in Hirzenhain bereits "zukunftsweisende Überlegungen" in der Umsetzung seien, was die Attraktivität der Feuerwehren für den Nachwuchs betreffe. Sie sieht Hirzenhain dabei ebenso auf dem richtigen Weg, wie Bürgermeisterin Elfriede Pfannkuche, die darüber hinaus den Einsatzabteilungen für ihr Engagement, aber auch für die umsichtige Verwendung der bereitgestellten Haushaltsmittel dankte. Gemeinsam zeichneten Schneider und Pfannkuche Claus Nagel, Stefan Erlenmaier und Peter Kolb mit Silbernen Brandschutzehrenzeichen aus.
Weitere Grußworte sprachen Kefenrods GBI Martin Reutzel und der Brandschutzdezernent des Wetteraukreises, Ottmar Lich.
Letzterer sieht diese Versammlungen als willkommene Gelegenheit, die Tätigkeit der Feuerwehren gebührend zu würdigen. Er bewundere den ehrenamtlichen Einsatz, der in vielfältigster Weise, zum Teil in gefährlichen Situationen und zu den unmöglichsten Zeiten, für die Allgemeinheit erbracht werde. Als äußeres Zeichen der Anerkennung dieser Leistungen überreichte er Berthold Kaiser und Peter Kolb die Katastrophenschutzmedaillen in Bronze.